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Lars Linnekogel
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Linnekogel

STEIGERUNG DER MOTIVATION DURCH ORGANISATORISCHE TRANSFORMATION ODER: WIE MAN DEN ELEFANTEN MOTIVIERT

08.09.2020
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Das heutige ökonomische Umfeld stellt die Verantwortlichen von Wirtschaftsunternehmen vor viele Herausforderungen. Sie sehen sich immer wieder neuen Wettbewerbern ausgesetzt, die ihre Branche mit disruptiven Innovationen und Geschäftslösungen aufmischen, welche den bestehenden Modellen überlegen sind und den Kostendruck erhöhen. In einem solchen Fall ist es an der Zeit für Veränderungen.

Es liegt in der Verantwortung der organisatorischen Führungskräfte, die nötige Transformation ihres Unternehmens zu initiieren und sicherzustellen, dass ihr Geschäftsmodell nicht nur gegen die Volatilität der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gewappnet ist, sondern ihrem Unternehmen auch einen Vorsprung vor der Konkurrenz verschafft und seinen zukünftigen Erfolg sicherstellt.

Dieses Unterfangen anzugehen, ist eine große Herausforderung. Die Frage lautet: Wie kann man die Arbeitseinstellung und die Motivation von mehr als 1000 Mitarbeitern so beeinflussen, dass eine grundlegende Änderung der Arbeitsweise möglich wird? Ganz einfach: Sie müssen den Elefanten motivieren!

Die Elefantenmetapher für die Transformation eines Unternehmens

Wenn wir uns mit der Transformation eines Unternehmens beschäftigen, bedienen wir uns gern der Metapher vom Elefantenreiter. Die Vision von der Transformation – der Weiterentwicklung – geht für gewöhnlich von einer kleinen Gruppe innerhalb des Unternehmens aus, meistens der obersten Führungsebene. Wir wollen diese kleine Gruppe die Elefantenreiter nennen.

Der große Rest des Unternehmens, also alle Mitarbeiter in ihren verschiedenen Funktionen und an den unterschiedlichen Standorten, soll nun die von der Unternehmensführung vorgegebene Richtung einschlagen, ohne denselben Überblick und den gleichen Blickwinkel zu haben – genau wie der Elefant.

Abgesehen von der Informationsasymmetrie hat der Elefant möglicherweise auch eine andere Vorstellung von dem angepeilten Ziel, da der neue Weg auf unbekanntes Terrain führt. Je größer der Elefant und die Unsicherheit in Bezug auf die eingeschlagene Richtung sind, desto weniger können Sie erwarten, dass der Elefant mit Freude die vertrauten Wege verlassen und dem neuen Weg folgen wird.

Doch der Reiter braucht den Elefanten – seine Weisheit, seine Erfahrung und seine Kraft –, um das anvisierte Ziel zu erreichen. Nur wenn Reiter und Elefant zusammenarbeiten, werden sie auch ankommen. Womit wir bei der nächsten Frage wären:

Wie motiviert man den Elefanten?

Meiner Erfahrung nach gibt es sechs Schritte, die man befolgen sollte, um das ganze Unternehmen zum Mitmachen zu motivieren:

1. Denken Sie an Ihre Zielgruppe

Die Metapher vom Elefanten legt den Gedanken nahe, dass das Unternehmen als ein einziger zusammenhängender Organismus verändert werden muss. Doch um ihm gerecht zu werden, sollten Sie die Transformation Abteilung für Abteilung, Hierarchieebene für Hierarchieebene, Standort für Standort usw. angehen. All diese und weitere Faktoren beeinflussen, welche Motive und Motivationsquellen Ihre Mitarbeiter antreiben. Dies im Detail zu durchdenken ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Einbindung des gesamten Unternehmens.

2. Besser „Zuckerbrot“ als „Peitsche“

Ein Unternehmen lässt sich auf unterschiedliche Weise verändern. Zwei grundlegende Methoden stehen für das „Zuckerbrot“: Incentives und positive Motivationsfaktoren. Die Alternative ist, sich der „Peitsche“ zu bedienen – also den direktiven Ansatz zu verfolgen und Anweisungen durchzusetzen, was jedoch auf Kosten der Motivation ginge.

Um zu Ihrem Ziel zu gelangen, sollten Sie so viel „Zuckerbrot“ verteilen wie möglich.

3. Kommunikation ist gut, faire Kommunikation ist besser

Eine wichtige Möglichkeit, das „Zuckerbrot“ besser einzusetzen, besteht darin, einen Fair Process zu gewährleisten. Wir empfehlen, den Kommunikationsprozess nach der Fair-Process-Methode zu strukturieren.

Eine Kommunikation, die dem Fair-Process-Grundsatz entspricht, ermöglicht es der Unternehmensführung, umfangreiche Veränderungen vorzunehmen, ohne das Vertrauen ihrer Mitarbeiter zu gefährden. Im Change-Management setzt sich Fair Process aus drei Prinzipien zusammen:

  • Mitspracherecht: Die Mitarbeiter werden bei der Ideenfindung und der Bewertung der Veränderungen, die sie direkt betreffen, beteiligt. Sie haben die Möglichkeit, sich zu den Änderungsvorhaben zu äußern und ihre Meinung, Zweifel oder Ängste vorzubringen.
  • Begründung: Das Management erklärt seinen Mitarbeitern, welche Gründe zu der Entscheidung geführt haben. Jeder betroffene Mitarbeiter sollte die Hintergründe der Veränderung nachvollziehen können.
  • Erwartungshaltung: Allen Mitarbeitern wird von Beginn an kommuniziert, welche neuen Rahmenbedingungen die Entscheidungen mit sich bringen. Jeder Mitarbeiter sollte antizipieren können, welche neuen Erwartungen, Ziele oder Verantwortungen auf ihn zukommen.

Wenn der Kommunikationsfluss fair gestaltet sein soll, darf er nicht nur eine Richtung kennen und sollte genauso von unten nach oben gehen wie von oben nach unten. Dies bringt einige Herausforderungen mit sich – vor allem bei Transformationsprojekten, die negative Folgen haben, wie Entlassungen oder einen Wechsel bzw. das Wegfallen von Positionen. Wenn es darum geht, den Stress eines solchen Projekts zu bewältigen, ist der nächste Schritt von entscheidender Bedeutung.

4. Operative Führungskräfte benötigen ausreichend Unterstützung

Eine große Transformation ist meist das Ergebnis zahlreicher einzelner Schritte. Jeder dieser Einzelschritte sollte von einer Person geplant und umgesetzt werden, die nicht nur über die nötigen Führungsqualitäten, sondern auch über operative Kompetenz in ihrer Abteilung verfügt. Je besser diese Führungskräfte agieren, desto erfolgreicher wird Ihr Transformationsprojekt sein. Gezielte Unterstützung kann hier ein großer Erfolgsfaktor sein. Diese kann allgemeine Projektmanagement-Schulungen, aber auch gezieltes Feedback oder ein persönliches Coaching beinhalten.

Studien haben gezeigt, dass Führungskräfte oft besser mit arbeitsbedingtem Stress umgehen können und mehr Arbeitsmotivation entwickeln, wenn sie genügend Unterstützung und Feedback erhalten. Die Einführung eines Coaching- oder Mentoring-Programms zur Unterstützung der Projektverantwortlichen in der Implementierungsphase ist eine bewährte Methode, wenn es darum geht, das Gesamtprojekt als Summe vieler kleinerer Projekte zum Erfolg zu führen.

5. Unterstützen Sie Ihre Führungskräfte bei der Steigerung der Mitarbeitermotivation

Zwar können Sie nicht jeden einzelnen an den Transformationsprojekten beteiligten Mitarbeiter in Coaching- und Mentoring-Programmen betreuen, jedoch können Sie Ihre Projektverantwortlichen dabei unterstützen, ihre direkten Teammitglieder zu motivieren. Sie mit Werkzeugen und Richtlinien auszustatten, mit deren Hilfe sie ihre Kollegen bei der Bewältigung des Veränderungsprozesses unterstützen können, wird sich nicht nur im Hinblick auf den Projekterfolg auszahlen. Es wird Ihren Projektverantwortlichen auch dabei helfen, ihre Teammitglieder mit mehr Selbstvertrauen durch eine Zeit der Ungewissheit zu führen.

Sorgen Sie dafür, dass die Schwerpunkte Ihres Transformationsprojekts angemessene Beachtung finden. Wenn Sie Ihre Prozesse digitalisieren möchten, sollten Ihre Schulungen vor allem auf die Frage abzielen, wie neue Arbeitsweisen gefördert und digitale Hilfsmittel eingesetzt werden können. Wenn die Transformationsprojekt-Teams seitens der übrigen Mitarbeiter des Unternehmens voraussichtlich auf viel Widerstand und negative Emotionen im Hinblick auf die Transformation stoßen werden, sollten Sie sich darauf konzentrieren, positive Emotionen zu wecken und Einigkeit zwischen den verschiedenen Zielgruppen herzustellen. Grundsätzlich können Sie bei Ihren Projektverantwortlichen darauf vertrauen, dass sie die Motivation in ihren Teams steigern. Möglicherweise gibt es jedoch einige Personen, die besondere Aufmerksamkeit erfordern – wie im vierten Schritt beschrieben.

6. Achten Sie darauf, wichtige Mitarbeiter zu halten

Wie bereits erwähnt, besteht unser Elefant aus vielen Gruppen, die letztlich alle in dieselbe Richtung gehen und auf dasselbe Ziel hinarbeiten müssen. Also sollten Sie sicherstellen, dass Sie niemanden, der für die Erzielung von Fortschritten aktuell und im weiteren Verlauf wichtig ist, unterwegs verlieren. Deshalb empfehlen wir Ihnen, sich einen Moment Zeit zu nehmen und sich zu fragen:

  • Wer ist wichtig, wenn es darum geht, die Transformation zu einem Erfolg zu machen?
  • Wer wird nach der erfolgreichen Transformation für das Unternehmen wichtig sein?

Die Beantwortung dieser Fragen wird Ihnen Klarheit darüber verschaffen, wen Sie im Unternehmen halten wollen. Es gibt viele Maßnahmen und Gesten, derer Sie sich bedienen können, um das Engagement der betreffenden Mitarbeiter aufrechtzuerhalten. Bei einigen wird es sinnvoll sein, ihnen mit einem Gespräch beim Kaffee das Gefühl zu geben, gesehen zu werden und Verantwortung zu haben; andere wiederum wünschen sich einen Karriereentwicklungsplan oder eine zusätzliche Bonuszahlung für ihre gute Arbeit. Was immer Sie in dieser Hinsicht unternehmen – achten Sie darauf, dass es nicht gezwungen wirkt, sondern als Ausdruck echter Wertschätzung zu erkennen ist.

Zusammenfassung

Für die oberste Führungsebene – als Elefantenreiter, der den Elefanten, also das Unternehmen motivieren muss – geht es nicht nur darum, ihre Vision davon zu vermitteln, wie ihr Unternehmen oder ihr Geschäftsbereich nach der erfolgreichen Transformation aussehen wird. Genauso wichtig ist für sie, es dem Elefanten zu ermöglichen, unbekanntes Terrain zu betreten. Dabei sollte sie die Sorgen des Elefanten kennen, seine Weisheit nutzen und ihn für jeden großen Schritt belohnen.

Sichern Sie sich unsere Unterstützung bei Ihrem nächsten Transformationsprojekt!

Was wir mitbringen, ist unser Know-how und eine neue Sicht auf Ihre unternehmensinternen Dynamiken. Wir helfen Ihnen ganz persönlich bei der Bewältigung Ihrer aktuellen Herausforderungen. Als verlässlicher Partner unterstützen wir Sie ohne Kompromisse – sowohl bei den sachlichen als auch bei den weichen, emotionalen Aspekten einer strategischen Transformation. Kontaktieren Sie uns und erleben Sie den Unterschied!

 

 



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